Clever kaufen –
Expedition durch den Labeldschungel


Was sind Label überhaupt?
Label sind Wort- und/oder Bildzeichen auf einem Produkt oder seiner Verpackung, mit der auf bestimmte, besonders hervorzuhebende Eigenschaften eines Produktes hingewiesen werden soll. Dazu gehören Label,
- die von den Herstellern selbst entwickelt werden: Eigenmarken, Markenzeichen
oder Handelsmarken
- die vor allem die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben kennzeichnen: Gütezeichen
- die bescheinigen, dass das Produkt die sicherheitstechnischen Anforderungen
erfüllt und gebrauchstauglich ist: Prüfzeichen
- die für in einer bestimmten Region hergestellte Produkte werben: Regionalzeichen
- die sich auf die Umwelteigenschaften oder Sozialverträglichkeit eines Produktes
beziehen und darauf abzielen, Angebot und Nachfrage dieser Produkte zu fördern:
Umweltzeichen/Öko-Label/Soziallabel

Alles in Ordnung mit einem Label?
Nicht jedes Label bietet die Garantie, ein umfassend getestetes und unbedenkliches Produkt zu kaufen. Aus Verbrauchersicht sind besonders die Label vertrauenswürdig, die von unabhängigen Stellen entwickelt, vergeben und kontrolliert werden und deren Vergabe und Nutzung überprüfbar und transparent sind. Näheres dazu unter:
www.label-online.de


Orientierung im Labeldschungel!
Die Ausstellung gibt einen Überblick über ausgewählte, vertrauenswürdige Label und Kennzeichnungen für nachhaltige Produkte verschiedener Konsumbereiche.
Dabei kann die Liste der hier vorgestellten Label nur beispielhaft sein: In einigen Bereichen existiert eine Fülle weiterer Kennzeichnungen, in anderen hingegen gibt es manchmal gar keine.


Verbraucher-Tipps

Kauf-Ratgeber Trinkflaschen

Wiederbefüllbare Trinkflaschen sind einfach praktisch. Ob bei einer Fahrradtour, beim Sport, im Kindergarten oder in der Schule, sie sind auf lange Sicht die kostengünstigere Alternative zur Einmal-Plastikflasche. Sie produzieren außerdem weniger Müll und sind damit auch umweltschonender. Aber Trinkflasche ist nicht gleich Trinkflaschen. Sie unterscheiden hinsichtlich Schadstoffen, Weichmachern und im Besonderen hinsichtlich BPA.

Was ist BPA, und worauf muss ich beim Kauf einer Trinkflasche achten?

Seit 2011 ist Bisphenol A (BPA) in Babytrinkflaschen verboten. BPA ist ein chemischer Stoff, der bei der Herstellung des Kunststoffes Polycarbonat (PC) zum Einsatz kommt. Vor dem Verbot war BPA beispielsweise in Plastikgeschirr, Spielzeugen und Schnullern enthalten. BPA wirkt ähnlich wie das weibliche Hormon Östrogen, auch als Zusatzhormon der Anti-Babypille bekannt, was für die weibliche Fruchtbarkeit verantwortlich ist.

Durch Tierversuche mit dem Kunststoff BPA wurde nachgewiesen, dass es durch geringe Mengen zu Schäden des menschlichen Organismus kommen kann. Es kann weiterhin zu einer Störung der Fruchtbarkeit und bei Kindern unter Umständen zu Schädigungen des Gehirns, des Herzens und zu Diabetes kommen. BPA kann durch Erzhitzen oder Beschädigungen der Plastikflasche aus dem Kunststoff herausgelöst werden und gelangt so in den menschlichen Organismus.

Aufgrund der genannte möglichen Auswirkungen von BPA auf die Gesundheit, sollte eine Trinkflasche gewählt werden, die frei von BPA ist. Aber welche Flaschen sind das?

Diese Trinkflaschen sind BPA-Frei

Bevorzugt sollten Trinkflaschen aus Glas und Edelstahl gewählt werden. Unbedenklich sind ebenfalls Trinkflaschen aus dem Kunststoff Tritan, dessen Herstellung gänzlich BPA-frei auskommt. Trinkflaschen aus Aluminium sind nur bedingt empfehlenswert. Aluminium-Flaschen sind im Inneren immer mit einer Kunststoff-Beschichtung versehen. Ob die Flasche zu empfehlen ist, hängt davon ab, ob die innere Beschichtung ebenfalls frei von Schadstoffen und BPA ist.

Für weiterführende Informationen können wir diese Seite über BPA-freie Trinkflaschen empfehlen.

Ratgeber zum Kauf von fluoridfreier Bio-Zahnpasta

„Tägliches Zähneputzen ist ein absolutes Muss, auf die Mundhygiene ist stets zu achten“ – So bekommen wir es bereits im jüngsten Alter beigebracht.

Die Auswahl an Zahncremes im Handel ist schier unendlich, doch bei einem Blick auf die Zutatenliste der einzelnen Pflegeprodukte fällt auf, das diese massenhaft chemische Zusätze enthalten. Dabei sind künstliche Aromen und PEG’s, die bekanntlich die menschlichen Schleimhäute durchlässiger für schädliche Stoffe machen, noch die weniger schlimmen Zusatzstoffe in Zahncremes.

Auch das umstrittene Fluorid, was von vielen zahnmedizinischen Wissenschaftlern und auch von Verbraucherschützern als gesundheitsschädlich eingestuft wird, ist in den meisten Zahncremes enthalten. Im Handel ist mittlerweile auch Bio-Zahnpasta erhältlich, die kein Fluorid enthält.

Welche Ansprüche muss eine gute Zahncreme erfüllen?

In erster Linie muss eine Zahncreme die Zähne gründlich reinigen und möglichst ein lang anhaltendes, frisches Mundgefühl vermitteln. Auch sollte sie natürliche Inhaltsstoffe besitzen und möglichst frei sein von chemischen Zusätzen sowie verträglich für Zähne und Zahnfleisch sein. Nachfolgend stellen wir eine Auswahl an Bio-Zahncremes vor, die diesen Ansprüchen genügen:

Dr. Hauschka Forte Zahncreme Minze – Klassisch und frisch

Vom Geschmack her ist diese Zahncreme den konventionellen Pasten aus der Drogerie wohl am nächsten. Das Produkt enthält keine Tenside und dank des Pfefferminzöls vermittelt sie einen frischen, lang anhaltenden und minzigen Geschmack.

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Bio-Zahncreme von Eco Cosmetics

Diese Zahncreme enthält Schwarzkümmel, der bekannt ist für seine entzündungshemmende Wirkung. Die Paste entwickelt als einzige Bio-Zahnpasta Schaum beim putzen, wie man es von konventionellen Produkten her kennt. Der dezent süße und gleichzeitig frische Geschmack ist sehr ausgewogen und sorgt für ein langes, frisches Mundgefühl.

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Theodent Schoko-Zahnpasta

Die außergewöhnliche Zahncreme enthält Substanzen aus der Kakaobohne, weshalb sie als Schoko-Zahncreme bezeichnet wird und auch Vanilleektrakt gehört zu den Inhaltsstoffen. Dennoch schmeckt die Bio-Zahncreme nur leicht süß und nicht nach Schokolade. Dennoch reinigt sie schonend und sanft die Zähne und sorgt für frischen Atem.

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Lavera Zahncreme Basis Sensitiv – Günstig & Gut

Die Bio-Zahncreme ohne chemische Zusätze schmeckt fast nach nichts, hinterlässt aber dennoch einen frischen Geschmack. Das angenehme Frischegefühl im Mund hält relativ lange an, die Zahncreme ist fast überall erhältlich und für knapp unter 2 € ein echtes Schnäppchen.

lavera

Öko-Waschmittel – Damit nicht nur ihre Wäsche sauber ist …

… sondern Sie auch ein „reines Gewissen“ haben können. Denn schließlich sind herkömmliche Wasch- und Reinigungsmittel alles andere als umweltfreundlich, da sie Stoffe enthalten, die nur sehr schwer abzubauen sind. So werden die Gewässer belastet, was einen negativen Einfluss auf die Umwelt hat und damit – zumindest mittelbar – auch schlecht für unsere eigene Gesundheit sein kann. Durch den Einsatz von Öko-Waschmitteln können Verbraucher selber dazu beitragen, diese negativen Folgen zumindest zu reduzieren oder sogar zu minimieren.

Was ist drin? Und was nicht?

Da fragt man sich doch: „Was unterscheidet eigentlich sogenannte Öko-Waschmittel von denen, die uns doch täglich in der (Fernseh-) Werbung „begegnen“ und dort in den höchsten Tönen gelobt und angepriesen werden?!“ Angeblich sollen diese Produkte ja sowohl überaus effektiv – also ausgestattet mit der Fähigkeit, auch die hartnäckigsten Flecken schon bei ganz niedrigen Temperaturen mühelos entfernen zu können – als auch schonend zu Fasern und Farben sein. Aber wird auch etwas zu den Inhaltsstoffen gesagt, wird das Thema Umweltschutz überhaupt auch nur im Ansatz „gestreift“? Eher nicht…

Hier kommen die Antworten…

Zunächst gilt grundsätzlich: Die in Öko-Waschmitteln enthaltenen Seifen, Tenside und Enthärter (all‘ das wird natürlich auch hier benötigt) werden aus Rohstoffen natürlichen Ursprungs gewonnen. So wird sichergestellt, dass sie viel besser abzubauen sind als die vergleichbaren Inhaltsstoffe in herkömmlichen Wasch-und Reinigungsmitteln.

In manchen Produkten aus der „Öko-Sparte“ sind durchaus auch Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe zu finden („ohne alles“ geht es eben auch nicht – schließlich soll ja auch „öko-gepflegte“ Wäsche angenehm duften). Aber auch in dem Fall gilt: Natürlich ist alles natürlich!

Und die sogenannten „optischen Aufheller“ – die, apropos Werbeversprechen, für ein „strahlendes Weiß“ sorgen sollen und grundsätzlich in Vollwaschmitteln zu finden sind – werden gleich ganz weg gelassen. Und trotzdem wird die Wäsche „natürlich sauber“ und es ist keineswegs mit dem so gefürchteten Grauschleier zu rechnen!

Und noch mehr Fragen (und Antworten) …

… zum Beispiel: „Wo kann ich Öko-Waschmittel kaufen?!“, „Muss ich dafür (viel) mehr ausgeben als für herkömmliche Produkte?“ oder „Wie groß ist die Auswahl in diesem Segment?“. Erhältlich sind die meisten Produkte sowohl in Reformhäusern als auch in vielen Online-Shops. Auch so manche Drogerie- und Supermarktketten führen mittlerweile zahlreiche Artikel aus dem „Öko-Segment“ oder werden diese sicherlich bald, um konkurrenzfähig bleiben zu können, in ihr Sortiment aufnehmen. Die Preise sind durchaus moderat und auch die Auswahl ist mittlerweile beträchtlich.

Wie so oft, hilft auch hier ein Blick in’s Internet. Seiten wie www.utopia.de und die der Stiftung Warentest sind sehr informativ und verhelfen zu einer guten ersten Orientierung.